Skip to main content

Glossar


A

Eine Akzidenz (Plural Akzidenzen oder Akzidentien) (lat. accidens, das Zufällige, das Veränderliche, das Hinzukommende) ist eine Druck- oder Satzarbeit von in der Regel geringem Umfang.

Akzidenzdrucksachen sind Gelegenheitsdrucksachen, wie beispielsweise Jahresberichte, Visitenkarten, Eintrittskarten, Briefe sowie amtliche und nichtamtliche Formulare.

Der Altarfalz, seltener auch Fensterfalz genannt, verdankt seinen Namen der Ähnlichkeit zu dreiteiligen Flügelaltären in Kirchen. Bei dieser Form des Parallelfalzes werden die äußeren Teile des Falzbogens ohne Überlappung nach innen gefalzt. Der Altarfalz hat sechs Seiten, ein zusätzlicher Bruch in der Bogenmitte ergibt den achtseitigen Altarfalz.

Im Zeitungsdruck wurde der Altarfalz unter dem Namen XXL-Altarfalz erstmals in Europa durch die "Schenkelberg Druck Weimar GmbH" produziert. Weitere Sonderwerbeformen kamen hinzu. So wurden unter anderem Titelaltarfalz, Mini-Altarfalz und Wickelfalz entwickelt, die europaweit einzigartig sind. Damit ist die "Schenkelberg Druck Weimar GmbH" Trendsetter und technologischer Marktführer.

Ein Andruck erfolgt zum Zweck der Kontrolle von Ton- und Farbwerten sowie der Druckgröße zum Abstimmen mit der Vorlage. Zudem wird der Stand der Seiten und deren Beschnitt- und Falzmarken überprüft. Dieses möglichst unter fortdruckgerechten Bedingungen, was den Bedruckstoff, Farbe, Größe, usw. betrifft um so das zu erwartende Druckergebnis unmittelbar „an der Druckmaschine“ zu kontrollieren.

bezeichnet das bestimmte Anordnen der Seiten einer Druckform in der Art, dass der bedruckte und gefalzte Bogen die richtige Reihenfolge der Seitenzahlen ergibt.
Die Seiten müssen beim Druck Register halten und nach dem Abschneiden der Bogen und dem Falzen in der Abfolge stimmen. Das Ausschießschema ergibt sich aus dem Format des Drucks und der Art der buchbinderischen Weiterverarbeitung.
In der Satzherstellung bedeutet Ausschießen die Verlängerung der Wort- bzw. Buchstabenzwischenräume, um die Zeile auf die im Layout festgelegte Länge zu bringen.

B

Verarbeitungstechnisch notwendiger Papier-/Bildrand von (in der Regel) 3-5 mm, der über das Endformat hinausgeht. Der Beschnitt ermöglicht ein an allen Seiten sauber (an)geschnittenes Endprodukt.

Die Bildauflösung ist ein umgangssprachliches Maß für die Größe einer Rastergrafik. Sie wird durch die Gesamtzahl der Bildpunkte oder durch die Anzahl der Spalten (Breite) und Zeilen (Höhe) einer Rastergrafik angegeben.
Auflösung im physikalischen Sinn (Bildelemente pro Länge) bezeichnet die Detailgenauigkeit einer Wiedergabe oder Bildabtastung als Maß der Qualität (Pixel per inch).

Muster der Drucksache das im Format, Umfang, Papiersorte- und Grammatur dem Endprodukt entspricht. Die Seiten sind jedoch unbedruckt (siehe auch Dummy).

Broadsheet (dt. breites Blatt) beschreibt die Größe der aufgeklappten Zeitung.

Bei doppelseitigen Dokumenten Bezeichnung für den jeweils inneren Rand, an dem das Dokument gebunden wird. In der Regel ist der innere Rand größer als der äußere, was das leichtere Abheften und Lesen solcher Dokumente ermöglicht.

Kennzeichnung für den Grad der Farbigkeit unter Berücksichtigung der Helligkeit. Die helligkeitsabhängige Farbigkeit wird als Sättigung bezeichnet. Bei gleicher Buntheit nimmt die Sättigung mit abnehmender Helligkeit zu (HSV-Farbsystem).

C

Vier genormte Prozessfarben für den subraktiven Farbaufbau, sind die Grundlagen im herkömmlichen Vierfarbendruck. Aus diesen Grundfarben lassen sich Millionen von Farbtönen durch autotypische Rasterung erzeugen.

Verfahren zur Abstimmung der einzelnen Geräte und Maschinen die von der
Farbbildbearbeitung bis zum Druckerzeugnis beteiligt sind. Dient zur Gewährleistung der richtigen Farbwiedergabe.

Der Begriff Digitale Druckplattenbelichtung (DDB) oder englisch Computer to Plate (CTP) bezeichnet ein Belichtungsverfahren aus der Druckvorstufe, bei dem die Druckplatten direkt im Plattenbelichter bebildert werden.
Dieses Verfahren erspart – im Gegensatz zur indirekten Bebilderung über das konventionelle Filmbelichtungsverfahren (Computer to Film, CTF) – Montage- und Filmkosten. Gleichzeitig lassen sich mit direkt bebilderten Druckplatten hochwertigere Druckergebnisse erzeugen, da die Randschärfe der Rasterpunkte höher ist und kleinere Rasterpunkte erzeugt werden können. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens ist eine Reduzierung von diversen mechanischen Einflüssen auf die Druckplatte wie zum Beispiel Fehlbelichtungen, Staub und Kratzer.

Merkmale von CTP:
- Daten können digital übermittelt werden
- Vorhande Filmteile können mit Einschränkungen redigitalisiert werden
- Kalibrierter Digitalproof von Originaldaten möglich
- Text- oder Bildkorrekturen kurzfristig möglich
- Belichtungssicherheit (Staub, Kratzer oder Filmbeschädigung entfallen)
- Langzeitige Datenarchivierung sowie Nachproduktion in kürzester Zeit möglich
- Großer Zeitvorteil für Terminsachen

D

DIN A0 = 841 x 1189 mm
DIN A1 = 594 x 841 mm
DIN A2 = 420 x 594 mm
DIN A3 = 297 x 420 mm
DIN A4 = 210 x 297 mm
DIN A5 = 148 x 210 mm
DIN A6 = 105 x 148 mm
DIN A7 = 74 x 105 mm
DIN A8 = 52 x 74 mm
DIN A9 = 37 x 52 mm
DIN A10 = 26 x 37 mm
DIN lang = 105 x 210 mm

Punkte pro Zoll, gibt die Auflösung eines Bildes an. Für den Druck werden zumeist 300 dpi benötigt.

Die Druckauflage ist die Stückzahl der zu liefernden gedruckten Exemplare. Makulaturen und Mehrexemplare für eine Weiterverarbeitung sind davon nicht in Abzug zu bringen.

Das Gummituch dient der indirekten Motivübertragung im Offsetdruck.

Die Druckvorstufe, auch als Prepress bezeichnet, ist ein Teilprozess der Drucktechnik. Es handelt sich dabei um eine Zusammenfassung aller Prozesse vor dem Druck, wie zum Beispiel Scanarbeiten, Datenaufbereitung, Retusche bzw. Bildbearbeitung, Layouterstellung, Ausschießen, Filmbelichtung, und heute je nach Druckverfahren beim Offsetdruck die Plattenbelichtung bzw. Computer to Plate (CTP) und beim Tiefdruck die elektromechanische oder Lasergravur. Das Ziel dabei ist die Erstellung einer Druckform.
Die Aufgabe der Druckvorstufe besteht darin, Inhalte (wie Texte, Bilder und Grafiken) zu Layouts zusammenzuführen. Dabei werden Daten, die von Werbeagenturen, Verlagen oder direkt vom Kunden kommen, in druckbare Daten für den Druckprozess umgesetzt. Ihr Endprodukt war früher meistens ein Film oder eine PostScript-Datei, heute immer öfter eine PDF-Datei.
In den Bereich der Druckvorstufe fallen außerdem Arbeiten wie Farbkorrekturen, Fotomontagen sowie sämtliche Optimierungsarbeiten für Bild und Datenmaterial an.
Teilprozesse der Druckvorstufe sind Satz, Reproduktion und Druckformherstellung (mit Seiten- und Bogenmontage).

Muster einer Zeitung, eines Buches, eines Kataloges, o. ä., das in Format und Umfang dem Papier, der Verarbeitung und dem Einband des Endprodukts entspricht. Alle Seiten sind jedoch unbedruckt oder nur als Unikat für diesen Dummy (in minderer Qualität) hergestellt.

E

Die EAN steht für International Article Number (früher European Article Number) und ist eine Produktkennzeichnung für Handelsartikel, ein maschinenlesbarer europäischer Strichcode.

Zeileneinrückung; Einrücken des Textanfangs zu Beginn einer neuen Zeile, um eine Schriftsatzarbeit sinngerecht zu gliedern.

Dateiformat. Eine Encapsulated Postscript-Datei (EPS-Datei) ist eine Grafikdatei in der Seitenbeschreibungssprache PostScript, die besondere Anforderungen erfüllt, um das Einbinden in ein Dokument zu ermöglichen. Ein EPS beinhaltet Objekt-, Rastergrafik- und Separationsdaten. Schriften können dabei auch eingebettet werden. Eine EPS-Grafik kann ohne Verluste beliebig vergrößert werden.

F

Verarbeitung der Druckbogen in der Druckmaschine oder in der Buchbinderei.
Falten eines Papierbogens zur endgültigen Form des Druckerzeugnisses.

Die Farbvorlage wird in die Grundfarbanteile Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz zerlegt.

Alle Geräte, die Farbe verarbeiten, können diese auch verfälschen. Farbprofile dienen dazu die Farbeigenschaften eines Gerätes zu beschreiben.
Im Druck versteht man unter Farbprofil die Verteilung der Druckfarbmenge die in das Farbwerk der Druckmaschine über die Formatbreite einlaufen entsprechend der zonalen Flächendeckung der Druckform.
Die Farbprofildaten werden entweder aus der Druckvorstufe oder mittels eines Druckplattenlesers gewonnen.

G

Gautschen ist das Pressen von Papierbahnen, um das Wasser heraus zu bringen. Die Jünger der Schwarzen Kunst fanden daran gefallen und nannten seit dem Ende des 18. Jahrhunderts das Gesellenmachen Gautschen. Beim Gautschen wird der Kandidat, auch Kornut genannt, auf einen nassen Schwamm gesetzt, muss eine fürchteliche Rede über sich ergehen lassen, wird abgeseift und schlussendlich, zu seiner großen Erlösung, in ein Wasserbad geworfen. Damit ist die Reinigung vom Schmutz der Lehrzeit vollzogen.

Glatte Qualität mit geschlossener Oberfläche und guten Druckeigenschaften, matt oder glänzend gestrichen.

Um das Gewicht der geplanten Broschüre zu ermitteln, finden Sie hier die
Berechnungsformel:
Fläche (Breite x Länge in Metern!)
x Papiergewicht (Flächengewicht je m²)
x Seitenanzahl (Blattzahl)
= Exemplar
x Auflage
= Endgewicht Gesamtauflage
Kalkulieren Sie noch einen kleinen Aufschlag (2-3%) für Heftung, Klebung, Druckfarbe und Verpackung mit ein.

Branchenbezeichnung für das Flächengewicht von Papier.Als Maßeinheit wird g/m² verwendet.  Tageszeitungen werden auf Naturpapiere mit einer Grammatur von 48,8 g/m²,  45 g/m² und seltener 42,5 g/m² gedruckt. Im Zeitungsdruck lassen sich auch Grammaturen bis zu 80 g/m² bedrucken.

H

Als Halbtöne bezeichnet man alle Farbtöne, die aus der Mischung eines Volltones einer Farbe mit Weiß entstehen. Beispiel: Schwarz = Vollton, sämtliche Grauabstufungen sind Halbtöne. Von einigen Tiefdruckverfahren abgesehen können im Druck keine echten Halbtöne wiedergegeben werden, daraus ergibt sich die Notwendigkeit des Rasterdruckes.

Eine Zusammenstellung, auch Farbfächer genannt, von 120 Volltonfarben mit 3250 Farbtönen. Ursprünglich entwickelt von den Farbenherstellern Hostmannn-Steinberg, Kahmann+Ellerbrock (K+E) und Schmincke. In der deutschen (teilweise auch in der europäischen) Druckindustrie gebräuchlichster Sonderfarbenstandard.

Mit dem recht alten - heute noch lebendigen Ausdruck - wird eine Zeile am Kopf einer Textspalte bezeichnet. Meist das Absatzende, die nicht wie die meisten anderen Zeilen bis zum Rand gefüllt ist. Diese wirkt verloren - eben wie einst ein uneheliches Kind.

I

Druckfreigabe des Autors, Verlegers oder sonstigen Verantwortlichen, nachdem er einen Proof (Druck) für gut befunden hat.

Schmückender Anfangsbuchstabe als erster Buchstabe von Kapiteln oder Abschnitten.

J

Eine Seite, die vom Schriftsetzer ohne irgendeinen Fehler gesetzt wurde.

K

Eine der häufigsten Bindetechniken. Die Bogen werden mit Hilfe von Klebstoffen miteinander verbunden.

Gestrichene Papiere, die durch mehrmalige Beschichtung in einer Streichanlage eine glänzende oder ebene und geschlossene Oberfläche erhalten haben. Ideal für brillante Bildwiedergabe.

L

Richtung in der das Papier durch die Papiermaschine läuft. Die Laufrichtung ist die bevorzugte Faserrichtung im Papier. Bei Druckprodukten soll die Laufrichtung parallel zum Bund liegen. Bei Zeitungen spielt das auf Grund der geringen Grammatur fast keine Rolle.

Sinnfreier Blindtext in Pseudo-Latein.

M

wertlos gewordenes, im Andruck bedrucktes Papier.

N

Auf einem zu bedruckenden Rohbogen können mehrere Motive, z.B. Etiketten, Plakate, Visitenkarten etc. platziert werden (Sammelbogen) um somit das Rohmaterial Papier optimal zu nutzen. Die einzelnen Motive, d.h. das anschließend als Endprodukt vorhandene Motiv, nennt man Nutzen.

O

Der Offsetdruck (engl. to set off bzw. offset für dt. absetzen bzw. Versatz) ist ein indirektes Flachdruckverfahren, das im Bücher-, Zeitungs-, Akzidenz- und Verpackungsdruck weit verbreitet ist. Er entstand aus dem Steindruck und beruht auf dem unterschiedlichen Benetzungsverhalten verschiedener Stoffe. Physikalische Grundlage ist die unterschiedliche Oberflächenstruktur der Druckplatte. Die druckenden Teile der Platte sind lipophil (ziehen Öle an, stoßen Wasser ab) und nehmen daher die Farbe auf. Der nicht druckende Teil der Platte ist hydrophil, zieht also Wasser an. Die so zuvor mit Wasser benetzten Teile nehmen daher keine Farbe auf, sondern nur der lipophile, druckende Teil.
Indirektes Druckverfahren bzw. der Begriff „Offset“ bedeutet, dass nicht direkt von Druckplatte auf Papier gedruckt wird, sondern die Farbe erst über eine weitere Walze (Gummituchzylinder) „übergeben“ wird.

P

auch Seitenzahl, -ziffer oder Kolumnenziffer genannt.

Der exakte Übereinanderdruck mehrerer Farbschichten (bzw. Farben) im
Mehrfarbendruck.

Das Portable Document Format (PDF; deutsch: (trans)portables Dokumentenformat) ist ein plattformübergreifendes Dateiformat für Dokumente, das von der Firma Adobe Systems entwickelt und 1993 veröffentlicht wurde.
Ziel war es, ein Dateiformat zu schaffen, mit dem Autoren elektronische Dokumente unabhängig vom ursprünglichen Anwendungsprogramm, Betriebssystem oder der Hardware-Plattform originalgetreu weitergeben können. Ein Leser einer PDF-Datei soll das Dokument immer in der Form betrachten und ausdrucken können, die der Autor festgelegt hat. Die typischen Konvertierungsprobleme (wie zum Beispiel veränderter Seitenumbruch oder falsche Schriftarten) eines Dokuments zwischen den verschiedenen auf dem Markt befindlichen Anwendungsprogrammen entfallen.
Neben Text, Bildern und Grafik kann eine PDF-Datei auch Hilfen enthalten, die die Navigation innerhalb des Dokumentes erleichtern. Hierzu gehören zum Beispiel anklickbare Inhaltsverzeichnisse und miniaturisierte Seitenvorschauen.

Loch- oder Schlitzstanzung im Druckbogen. Durch Perforation lassen sich Teile eines Bogens wie z. B. Postkarten ohne Hilfsmittel abtrennen.

Pixel, Bildpunkt, Bildzelle oder Bildelement (selten Pel) bezeichnet sowohl die kleinste Einheit einer digitalen Rastergrafik als auch deren Darstellung auf einem Bildschirm mit Rasteransteuerung. „Pixel“ (Nominativ Singular: das Pixel; Genitiv: des Pixels; Plural: die Pixel) ist ein Kunstwort aus der Abkürzung der englischen Wörter pictures (umgangssprachlich verkürzt „pix“) und element. Es wird oft mit px abgekürzt.

Geräteunabhängige Seitenbeschreibungs- und Programmiersprache für Texte, Grafiken und Halbtonbilder. Gleichzeitig auch Format für Text- und Bildinformationen.
PostScript hat sich über die Jahre zu einem Standard in der Druckindustrie entwickelt, wird aber teilweise vom Portable Document Format (PDF) verdrängt, das ebenfalls von Adobe entwickelt wurde. PDF baut auf PostScript auf, verwendet jedoch nur einen eingeschränkten Befehlssatz, es fehlen insbesondere die Strukturen einer Programmiersprache. PostScript-Dateien können nahezu ohne Verlust grafischer Informationen in PDF-Dateien umgewandelt werden.

Arbeitsschritt, bei dem mittels Software der Verarbeitungsweg vom Textverarbeitungs bzw. DTP-Programms bis zur Ausgabe simuliert wird. Ziel ist es, Fehler bei der Erstellung von PDF- oder PostScript-Dateien zu lokalisieren und gegebenenfalls beheben zu können.

siehe Druckvorstufe

Eine typografische Maßeinheit, abgekürzt mit pt. oder p. Es gibt verschiedene Punktsysteme. In Europa durchgesetzt hatte sich der Didot-Punkt mit 0,376 mm. Im amerikanischen Pica-Point-System beträgt ein Punkt 0,353 mm.

R

Zerlegung einer Vorlage in eine bestimmte Anzahl von Punkten auf eine Längeneinheit. Druckmaschinen haben zumeist eine bestimmte, sehr begrenzte Auswahl von Farben, die sie ausschließlich rein drucken können. Die meisten Druckverfahren können somit keine Halbtöne darstellen (abgesehen beispielsweise vom tiefenvariablen oder flächentiefenvariablen Tiefdruck und NIP-Verfahren). Das Problem ist, dass an einer Stelle entweder ein Farbpunkt gedruckt werden kann oder nicht. Es kann nicht gesteuert werden, ob wenig oder viel Farbe an einem Bildpunkt verdruckt wird. Als Lösung werden Texte, Bilder und Grafiken – sofern diese nicht ausschließlich aus den reinen Druckfarben bestehen – zur Darstellung verschiedener Graustufen oder Farbtöne gerastert. Um Mischungen zwischen den Druckfarben oder verschiedene Helligkeiten dieser darstellen zu können, werden dabei sehr feine Druckpunkte der Farben nebeneinander/übereinander gedruckt, um den gewünschten resultierenden Farbeindruck zu erzielen.
Beim Rastern (oder auch Aufrastern) werden Bilddaten in spezifizierte Druckdaten umgesetzt. Dabei werden aus Halbtonvorlagen binäre Informationen (drucken/nicht drucken) errechnet. Der Eindruck von Farbtonwerten und Graustufen wird durch eine geeignete Anordnung von Volltonpunkten (Rasterpunkten) erreicht.

Bildelement eines Rasters (kreis-, rauten-, ellipsenförmig oder quadratisch).

Ein Raster Image Processor (RIP) ist eine spezielle Hardware oder eine Kombination aus Hardware und Software, die spezifische Daten einer höheren Seitenbeschreibungssprache, beispielsweise PostScript, PDF (auch VPS, AFP) oder PCL in eine Rastergrafik umrechnet, in der Regel, um diese anschließend auf einem Drucker auszugeben. In der Druckvorstufe werden die Daten nach der Anpassung an eine CTP (Computer to Plate) Anlage gesendet um eine Druckplatte nach der Vorlage direkt herzustellen.

S

die gefalzten Druckbogen werden über den Sammelhefter zuerst zusammengetragen und anschließend geheftet (Rückendrahtheftung). An den Stationen werden die Druckbogen ineinander gesteckt.

Als Satzspiegel wird in der Typografie die Nutzfläche auf der Seite einer Zeitung, eines Buches, einer Zeitschrift oder anderen Druckwerken bezeichnet

Eine zusätzliche Farbe, die nicht zum im Druck üblichen Farbsystem (meist CMYK) gehört.

Als Schön- und Widerdruck bezeichnet man das doppelseitige Bedrucken eines Druckbogens mit in der Regel voneinander verschiedenen Druckformen.
Unter Schöndruck ist hierbei der erste Druckgang zu verstehen, nach dem der Bedruckstoff, meistens Papier, gewendet wird und der zweite Druckgang, der sogenannte Widerdruck, mit einem vom ersten Druckgang verschiedenen Druckmotiv auf die Rückseite des Schöndrucks erfolgt. Der Wendevorgang geschieht entweder durch Umschlagen oder durch Umstülpen des erst einseitig bedruckten Bogens.

Das Anlegen von Text- und Bildmaterial nach typografischen Regeln, ursprünglich das regelrechte Setzen (Handsatz) von einzelnen Bleilettern in eine Druckform.

Cyan, Magenta, Yellow, Black

Unter Softproof versteht man die farbmetrisch und inhaltlich korrekte Ausgabe von digitalen Druckdaten auf einem Monitor. Dabei gelten die gleichen Bedingungen wie beim digitalen Papier proof. Die verwendete Software muss das Kalibrieren und Profilieren des Ausgabegerätes ermöglichen, sie muss eine Validierung zu dem Druckstandard der späteren Produktion gewährleisten und die Ausgabe der Druckdaten ermöglichen.

Zu den geläufigen Programmen der Druckvorstufe gehören im Bereich des Desktop Publishing, also der Layout- und Seitenmontage, QuarkXpress und InDesign. Neben diesen proprietären Programmen kommt auch das freie Programm Scribus zum Einsatz und das freie Satzsystem LaTeX wird gern für wissenschaftliche Texte mit hohen Ansprüchen an die typografische Qualität verwendet. Weitere Grafik-Software ist z.B. Photoshop, das im Bereich der Bildbearbeitung ebenso wie das freie GIMP verwendet wird, sowie Illustrator, Freehand, CorelDraw oder das freie Inkscape, die vorwiegend zur Erstellung von Zeichnungen benutzt werden. Das als Ausschießen bezeichnete Zusammenfassen und Anordnen von Einzelseiten auf dem Druckbogen geschieht heutzutage meist mithilfe spezieller Ausschieß-Software, wie Agfa ApogeeX, Signa Station, Creo Preps, GRAPHIAware Nicola oder Imposition Publisher.

siehe auch A wie Altarfalz

T

Tabloid beschreibt ein Zeitungsformat. Es ist halb so groß Broadsheet.

vorbereitete Musterseiten in den verschiedenen Desktop Publishing Programmen, um immer wiederkehrende Arbeiten schneller verarbeiten zu können.

Tonen im Druckprozess bezeichnet die Erscheinung, dass die eigentlich nicht druckenden Stellen einer Druckplatte leicht Farbe übertragen und ein Farbton auf dem normalerweise weißen Papier entsteht.

Der Tonwert ist ein Maß dafür, wie gedeckt eine Farbfläche einem Normalbeobachter erscheint. Dabei gibt es die Vorstellung, dass eine Farbfläche aus einem Anteil voll gedeckter Farbe (Vollton) und farbfreien Stellen besteht und das Auge diese unterschiedlichen Anteile nicht auflösen kann. Wenn diese Vorstellung gilt und ansonsten ideale Bedingungen herrschen (bei bedruckten Flächen kein Lichtfang, vollkommen gleichmäßige Deckung des Volltons), dann und nur dann ist der Tonwert einer zu 50% bedeckten Fläche 50%. Der Tonwert gibt also an, wie gedeckt die Farbfläche dem menschlichen Auge erscheint und nicht, wie gedeckt sie tatsächlich ist. Er ist ein optisches und nicht geometrisches Maß. Daher wird er auch "optisch wirksame Flächendeckung" genannt.

U

Ganzseitenumbruch im weiteren Sinne beschreibt den Vorgang, bei dem einzelne Bestandteile (Texte, Bilder, Grafiken, fertige Anzeigen usw.) zu einzelnen oder mehreren vollständigen Zeitungs-, Illustrierten-, Buch- oder anderen Drucksachenseiten zusammengefügt werden.

Form der Druckveredelung in besonderer Art.

V

Im Vergleich zu einer Pixelgrafik auflösungsunabhängige Darstellungs- und Ausgabemöglichkeit für Bild- und Grafikdateien; die Details und Flächen werden durch Vektoren mit bestimmter Länge und Ausrichtung (also nur zwei Punkte in der Ebene) beschrieben, was weniger aufwendig ist als eine Beschreibung Bildpunkt für Bildpunkt.

Durch stufenlos veränderte Rasterung erzeugter allmählicher Übergang zwischen mindestens zwei Farbnuancen (Farbverlauf), zwei Grautönen (Helligkeitsverlauf) oder bunter und unbunter Farbnuancen (Sättigungsverlauf); mit der geeigneten Bildbearbeitungssoftware lassen sich Verläufe auch in geometrische Figuren wie Vielecke und Kreise mit beliebig vielen Bezugsfarbnuancen erzeugen. Im drucktechnischen Bereich beginnen Verläufe mit ersten druckbaren Punktstärke, je nach Druckverfahren zwischen ca. 3 % im Offset bis hin zum ca 8 % im Siebdruck.

W

Anderer Ausdruck für das Feuchtmittel beim Offsetdruck. Im konventionellen Offsetdruck dient das Feuchtmittel zum Separieren der druckenden und nicht druckenden Partien auf der Druckplatte. Es besteht zum überwiegenden Teil aus Wasser.

Steuerung des Arbeitsablaufes in Netzwerken und deren angeschlossenen Rechner und Ausgabegeräte (Belichter, CTP, Proof, Drucker, Druckmaschine, Weiterverarbeitung etc.)

Z

Zeitungen werden vorwiegend im Rollenoffsetdruck hergestellt. Charakteristisch ist hierbei die hohe Druckgeschwindigkeit, die hohe Flexibilität in der Produktgestaltung und der Bedruckstoff. So kommen im Zeitungsdruck fast ausschließlich Naturpapiere zum Einsatz.  Diese Art der Papiere ist für den zeitungstypischen Trocknungsvorgang, das Wegschlagen, die Voraussetzung.

Wie bei allen anderen Druckverfahren, sind bei der Herstellung der Druckdaten Richtlinien zu beachten, damit die optimale Druckqualität erreicht wird.

Im Zeitungsdruck verlässt die Druckmaschine im Regelfall die fertig gefalzte Zeitung. Zeitungen werden im Nachgang nicht mit Lack, Silikon, o.ä. veredelt. Damit sind im Zeitungsdruck gedruckte Print-Produkte besonders gut und Resourcensparend zu recyclen. Eine Weiterverarbeitung im Zeitungsdruck beschränkt sich meistens auf die Komplettierung mit Beilagen. Im Zeitungsdruck können aber auch Broschüren mit hochwertigen Umschlägen gefertigt werden.

Stark holz- oder altpapierhaltiges, maschinenglattes Papier mit einem Flächengewicht von 40 bis 57 g/m².

Bei Schenkelberg kommen Papiere von 45 g/m² bis 80 g/m² zum Einsatz. Fast alle Papiere bestehen zu 100% aus Altpapier.